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Knochenschmerzen, Osteoporose, Osteomyelitis, Osteitis

Definition

Knochenschmerzen werden als schmerzhafte Beeinträchtigungen der Knochen bezeichnet. Knochenschmerzen treten sowohl bei älteren Menschen und Erwachsenen als auch bereits bei Kindern und Jugendlichen auf. Die letztgenannte Personengruppe klagt häufig über Knochenschmerzen in den Beinen.

Die Ursachen von Knochenschmerzen sind äußerst vielfältig und reichen von physischem Stress bis hin zu schweren Krankheiten wie Krebs. Knochenschmerzen sind tiefe somatische Schmerzen, die oft als peinigend erlebt werden, da der Schmerz von den Betroffenen nicht genau lokalisiert werden kann. Das Knochengewebe ist von sensorischen Neuronen innerviert, die sich in unterschiedlichen Abschnitten befinden. Oftmals treten gleichzeitig auch Schmerzen des Halte- und Muskelapparates auf, mit denen sie oft auch verwechselt werden. Eine Stimulation dieser spezialisierten, schmerzempfindlichen Nervenfasern (Nozizeptoren) löst Knochenschmerzen aus. Das Knochengewebe wird sowohl von myelinisierten (A-beta und A-delta-Fasern) als auch unmyelinisierten (C-Fasern) sensorischen Neuronen innerviert. In kombinierter Reizung können sie einen Schmerzimpuls auslösen, der infolge der Schmerzdurchleitung durch die schnelleren myelinisierten Fasern zunächst als scharfer, stechender Schmerz dann bei Durchleitung durch die marklosen Fasern als anhaltender, dumpfer Knochenschmerz wahrgenommen wird.

In der Regel werden die Knochenschmerzen im fortgeschrittenen Alter auf das gesamte Skelett bezogen und umfassen überwiegend die Rippen, die Knochen der Wirbelsäule sowie das Becken. Knochenschmerzen können sowohl unter körperlicher Belastung als auch im Ruhezustand auftreten und zeigen sich ebenfalls z. B. in Form des sogenannten Tennisarms.

Darüber hinaus können Knochenschmerzen die Auslöser für unterschiedliche Folgeerkrankungen sein. Neben einer Abhängigkeit von Schmerzmitteln leiden die Betroffenen unter einer wesentlichen Einschränkung ihrer Lebensqualität und schlafen schlecht. Dies kann wiederum psychische Erkrankungen begünstigen.

Zu den möglichen Ursachen von Knochenschmerzen zählen insbesondere Tumorerkrankungen, verminderte Durchblutung des Knochengewebes aufgrund von Erkrankungen, Unfällen und Verletzungen, Knochenentzündungen (Osteomyelitis), Überbeanspruchung als auch mangelnde Mineralstoffversorgung.In schmerztherapeutischer Hinsicht kommen vor allem Schleimbeutelentzündungen (Bursitis), Fibromyalgie, Osteoporose, Durchblutungsstörungen, Hypermobilität, rheumatiode Arthritis, Gichtarthritis, Lyme-Borreliose als auch die Synovitis (Gelenkinnenhautentzündung) als Ursachen in Frage.

Die Ursachen, welche zu mehr oder minder starken Knochenschmerzen führen, sind recht unterschiedlicher Natur. In Abhängigkeit von der Lokalisation der Knochenschmerzen sind eindeutige Hinweise auf die möglichen Ursachen erkennbar.

Neben den regional manifestierten Knochenschmerzen können auch die generalisierten Knochenschmerzen durch Fehlbelastungen der Knochen sowie der Gelenke hervorgerufen werden. Darüber hinaus tragen auch Muskelverspannungen zu Knochenschmerzen bei. Einige Vor- und Begleiterkrankungen wie Krebs oder Tumore können auch zu einer Beeinträchtigung der Knochenstruktur führen. Diese begründen ebenfalls Knochenschmerzen. Gerade für Tumore mit einer verbreiteten Streuung von Metastasen oder Tumore des Knochengewebes sind Knochen- schmerzen weitgehend typisch. Bei einer manifestierten Osteoporose oder nach Unfällen sind Knochenschmerzen ebenfalls wahrnehmbar.